Haus Welbergen in Ochtrup - Schloss im Münsterland Westfalen
Haus Welbergen - voller Romantik und Ursprünglichkeit

Haus Welbergen ist vielleicht eines der schönsten Geheimnisse des Münsterlandes. Obwohl die Wasserburg nicht so bekannt ist wie manch anderes Schloss in Westfalen, steht sie ihnen jedoch an Schönheit und Reiz in Nichts nach. Eingebettet in ein kleines Waldgebiet befindet sich das Haus Welbergen ca. 5 km von Ochtrup entfernt.

Vom Gräftenhof zur Wasserburg

Ein Gräftehof ist dort, wo jetzt Haus Welbergen steht,  zum ersten Mal 1282 erwähnt. Die "Herren von Welleberghe" wohnten 1298 bis 1330 auf dem Gut.  Mitte des 16. Jahrhunderts wurde es zur Wasserburg ausgebaut. Die Anlage besteht aus einer Vor- und einer Hauptburg und ist von einem Gräftenring umgeben.
Der Besucher gelangt über eine Zugbrücke in den Wirtschaftshof der Vorburg, der vom Torhaus und den Wirtschaftsgebäuden und Stallungen auf der einen Seite und von einer Mauer mit runden Ecktürmchen und Kapelle auf der anderen Seite begrenzt wird. Inmitten des Innenhof der Schlossanlage befindet sich der kleine, jedoch sehr sehenswerte Garten. Ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit.

Es fanden im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Besitzerwechsel statt, bis Ende der 1920er Jahre die Wasserburg an den Bankier Jordaan van Heek verkauft wurde. Nach dem Tode seiner Witwe Bertha Jordaan van Heek ging Haus Welbergen mit einem umfangreichen Grundbesitz in eine Stiftung über, die den Namen der Stifterin Bertha Jordaan van Heek trägt.

Haus Welbergen verfügt über ein reichhaltiges Archiv, dessen wertvollster Teil die Korrespondenz aus dem Kreise des Freiherrn von Fürstenberg und der Fürstin von Gallitzin bildet. Heute wird das Haus Welbergen für Tagungen genutzt.

Radfahrer gelangen über die 100 Schlösser Route zum Haus Welbergen. Lassen Sie das Fahrrad ein paar Minuten stehen, genießen Sie die Ruhe im Park und nutzen Sie die schönen Wege rund um das historische Gebäude.