Schloss Lembeck in Dorten - Schloss im Münsterland Westfalen

Im Naturpark „Hohe Mark“ liegt das Wasserschloss Lembeck. Seine Lage im südlichen Münsterland macht das eindrucksvolle Schloss zu einem der wichtigsten Ausflugsziele im Münsterland. Die ländliche Umgebung lädt zu Radtouren und Wanderungen durch das waldreiche Gebiet der "Hohen Mark" ein.

Ein Wasserschloss von eindrucksvoller Größe

Der Schlossname „Lembeck“ leitet sich aus dem Niederdeutschen her. Man kann ihn als „Lehm-bach“ übersetzen, was auf den einstigen Standort des Schlosses inmitten eines Sumpf- und Moorgebietes hindeutet.

Mit Adolf von Lembeck wird 1177 erstmals ein Ritter dieses Namens als Ministeriale des Münsteraner Bistums urkundlich erwähnt. Seine Familie, die Herren von Lembeck, übte die Gerichtsbarkeit über die Burg und den gleichnamige Verwaltungsbezirk aus.

Dietrich Conrad Adolf von Westerhold-Hackfurt ließ in der Zeit von 1670 bis 1692 die Anlage zu einem der größten Wasserschlösser des Münsterlandes aus- und umbauen. Nach den Umbauarbeiten wurde westlich des Schlosses nach Entwürfen von August Reinking ein Barockgarten nach französischem Vorbild mit symmetrischen Wegeachsen angelegt.

Schloss Lembeck ist  immer noch im Familienbesitz

Als Dietrich Conrad Adolf  1702 ohne männliche Nachkommen verstarb, brachte seine Erbtochter das Schloss 1708 durch Heirat mit dem Wolbecker Drosten Ferdinand Dietrich Freiherr von Merveldt zu Westerwinkel an diese Adelsfamilie. In ihrem Besitz befindet sich die Anlage noch heute. Derzeitige Inhaber sind Ferdinand Graf von Merveldt und seine Frau Catharine.

Die Schlossanlage wird heute für vielfältige Zwecke genutzt. Sie beheimatet ein Schlossmuseum, das im Rahmen einer Führung zu besichtigen ist. Zu sehen sind bei einem Rundgang unter anderem Kunstgegenstände, welche die Besitzer in mehr als 300 Jahren zusammengetragen haben. Wer sich im barocken Ambiente standesamtlich trauen lassen möchte, kann dies im Turmzimmer der Bibliothek tun.