"Dem Fremden mag dieses Haus hinter Bäumen, umstanden von blühenden Stauden und Blumen wie ein verwunschener Märchenbau erscheinen", hieß es schon vor 50 Jahren. Auch heute wird jeder Besucher von der besonderen Atmosphäre dieses Hauses eingefangen, von einem Gefühl der Ruhe und der Geborgenheit, aber auch der Neugierde nach der historischen Vergangenheit dieser geschichtsträchtigen Poggenburg.

Nach mündlicher Überlieferung hätten die Leute beim Umbau halb spöttisch, halb neidisch gesagt: " Der Pogge hat sich ein neues Haus wie eine Burg gebaut." Seitdem wurde das Haus "Poggenburg" genannt.

Der Erbauer, Hermann Pogge, war der einflussreichste Töddengroßhändler seiner Zeit. Von ihm kaufte Werner Nieland das Haus und dieser gab es weiter an seinen Enkel Josef Winckler der zusammen mit seinem Schwager Wilhelm Vershofen und Jacob Kneip den "Bund für schöpferische Arbeit" gründete und die sich "Werkleute auf Haus Nieland" nannten. Seitdem hat sich der Name "Haus Nieland" durchgesetzt. 

Im Laufe der Jahrhunderte hat das Haus nicht nur Geschichte miterlebt, es wurde selbst Geschichte, die in jedem der vielen Ausstellungsgegenstände gegenwärtig ist.