An fünf Standorten des Lebendigen Museums rund um Velen und Ramsdorf lässt sich die Geschichte des Handwerks und der Landwirtschaft hautnah miterleben.  Das Heimatmuseum in der ehemals fürstbischöflichen Burg Ramsdorf, die alte Schmiede Beckmann im Ortskern von Ramsdorf, die Sägemühle am Gut Roß sowie die Sammlungen landwirtschaftlicher Geräte auf den Höfen Picker-Warnsing und Tenk-Dröning laden zum lebendigen Museumserlebnis ein.

Burg Ramsdorf

Die alte Burg stammt aus dem Jahr 1425. Eigentlich ist sie selbst ihr wichtigstes „Ausstellungsstück“, kann sie doch so manches aus der Zeit des Fürstbistums Münster und der mittelalterlichen Fehden erzählen. In der Dauerausstellung des Burgmuseums erfährt man aber auch viel über die bedeutenden vorzeitlichen Hügel- und Steinkammergräber in der Ramsdorfer Umgebung  - und natürlich über die Geschichte der Stadt selbst.

Alte Schmiede Beckmann

Das sogenannte Jungfernhaus – heute Beckmanns Schmiede – direkt neben der Ramsdorfer Walburgiskirch ist ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus aus dem 19. Jahrhundert. Wo sich einst fleißige Jungfern zur Handarbeit trafen, wird heute gezeigt, wie man es fachmännisch anstellt, „ein heißes Eisen zu schmieden, solange es noch heiß ist“. Denn im Jungfernhaus wurde mit „Beckmanns Schmiede“ eine komplette Schmiedewerkstatt eingerichtet.

Hof Picker-Warnsing

Der malerisch gelegene Hof Picker-Warnsing ist die Heimat der Doskerkerls, Velen-Ramsdorf längst auch überregional bekannter „Dreschmänner“. Seit 1990 sammeln sie historische Landmaschinen wie Trecker, Mähdrescher, Pflüge und vieles mehr. Ein Teil wird stilgerecht in der Hofscheune „Doskerschoppen“ präsentiert, mit spannenden und fundierten Hintergrundinformationen: Denn alle Standorte des „Lebendigen Museums“ sind natürlich auch Sachverstand-Orte.

Hof Tenk-Dröning

Im Dorfgemeinschaftshaus auf dem Hof Tenk-Dröning zeigen die Doskerkerls mit einer seltenen Maschine aus den 1920er Jahren, wie man Gold sortiert … das Gold der Inka um genau zu sein – die Kartoffel. Wie sie nach Europa kam, warum man sie einmal „Tartuffel“ nannte und wie man „Erdäpfel“ fachgerecht aus der Erde holt ist Thema an diesem Standort des „Lebendigen Museums“.

Sägemühle Gut Roß

Sehenswert ist die alte Sägemühle aus den 1890er Jahren am Gut Roß in der Bauerschaft Waldvelen. Das Turbinenhaus samt Turbine ist ebenso noch erhalten wie das sogenannte „Horizontalgatter“ – die eigentliche Schnittvorrichtung. So ist für sagenhafte, pardon: „sägenhafte“ Museumserlebenisse bestens gesorgt.