Das Hamaland-Museum ist das größte kulturgeschichtliche Museum im Westmünsterland. Die ständige Ausstellung umfasst neun Abteilungen, in denen facettenreich die Geschichte der Region vorgestellt wird.

Im Bereich der Landeskunde bietet sich die Möglichkeit die historisch-politische Entwicklung nachzuvollziehen. Die Naturkunde gibt einen Einblick in die Gegebenheiten der Kulturlandschaft und die Möglichkeiten ihrer nachhaltigen Nutzung. Dieser Aspekt wird in der Abteilung Handwerk noch einmal aufgegriffen, wo die Verarbeitung der natürlichen Rohstoffe thematisiert wird. Im Bereich Kunsthandwerk präsentieren sich Hausrat und Möbel aus bürgerlichen und bäuerlichen Haushalten. Hier fällt besonders eine französische Bildtapete aus dem frühen 19. Jahrhundert ins Auge. Die Hausarbeit mit den Themen Backen, Schlachten und Buttern steht im Mittelpunkt der sechsten Abteilung. Der profane Bereich schließt mit dem Thema Kleidung und Wäsche, das Trachtenhauben ebenso einschließt wie Aussteuer und dekorative Handarbeiten.

Unter dem Titel Sakrale Kunst werden die Ausstattungsreste der 1945 bombardierten Vredener Kirchen präsentiert, wobei mittelalterliche Reliquiare und sakrale Geräte besondere Beachtung verdienen. Unter den kirchlichen Textilien im Paramentenraum ist die Sixtus-Kasel, deren Grundstoff aus dem 7. Jahrhundert stammt, bei weitem am bedeutendsten.

Von April bis Oktober kann im nahegelegenen Stadtpark eine westmünsterländische Hofanlage mit insgesamt elf Gebäuden besichtigt werden.

Verschiedenste Wechselausstellungen sowie zahlreiche museumspädagogische Angebote laden zu Mehrfachbesuchen des Museums und zum Mitmachen ein. Selbst gebackenes Brot aus dem Steinofen und selbstgemachte Butter bleiben nachhaltig in geschmacklich guter Erinnerung.