Foto: Maximilian Fürst zu Bentheim-Tecklenburg

Informationen zum Schloss:

Wie ein Buch der Architekturgeschichte öffnet sich dem Besucher die Höhenburg Rheda, denn das Schlossensemble vereint mehrere Baustile: einen Kapellenturm aus dem 12. Jahrhundert, einen Weserrenaissance-Wohnflügel und einen Haupttrakt im Barockstil mit historisch interessanten Sälen, der die Gäste in längst vergangene Zeiten entführt.

Bereits 1170 wurde die Burganlage, die Kreuzritter Widukind auf einer normannischen Motte im Emsbogen errichten ließ, urkundlich erwähnt. Da Widukind 1190 in der Schlacht von Akkon kinderlos fiel, erbte Bernhard der II zur Lippe die Herrschaft Rheda. Insgesamt sieben Generationen der Edelherren zur Lippe regierten über das Rhedaer Land. Sie bauten die prächtige Doppelkapelle im Torturm des Schlosses aus. Durch die Ehe Adelheids mit Otto V. kam Rheda in den Besitz der Tecklenburger. Konrad der „Tolle“ führte 1527 anläßlich seiner Vermählung mit Mechthild von Hessen als erster Landesherr in Westfalen die Lehre Martin Luthers ein. Sein Enkel Arnold aus der Ehe Annas von Tecklenburg mit Everwin von Bentheim brachte die reformierte Kirchenordnung nach Rheda und ließ die Schlosskapelle streng nach dem Gebot “du sollst dir kein Abbild von mir machen“ herrichten.

Im repräsentativen Barocktrakt schmücken Schlaun`sche Stuckaturen den Rokokofestsaal und als besonderes Kleinod sehen die Besucher in den Wohnräumen handgedruckte Papiertapeten der französischen Manufaktur Zuber aus dem Jahre 1806.
Das Schloss ist Wohnsitz der Fürstenfamilie zu Bentheim-Tecklenburg und kann nur nach Anmeldung besichtigt werden.


Das können Sie am Schlösser- und Burgentag erleben:

Sonntag, 17.06.2018

  • 13.00-17.30 Uhr:  "Residenzen an der Ems – Schloss und Herrschaft Rheda"

Sonderführung „Begräbniskultur bei Hofe“
Besuch der romanischen Doppelkapelle im Torturm, Parkführung mit Besuch des Fürstlichen Erbbegräbnisses im Fasanenwald, anschließend Kaffee- und Kuchen im Domhof, danach Führung in die Stadtkirche mit Fürstenprieche, Epitaphien, Grabplatten und dem ehemaligen Totenkeller.
Spaziergang durch die kleine Residenzstadt zum Johannesfriedhof mit dem Mausoleum des Fürstenhauses zu Bentheim-Tecklenburg.

  • Kosten: Führung  Schlosskapelle und Erbbegräbnis 6,00 € | Kaffetrinken im Domhof: 6,00 €  Führung Stadtkirche, Johannesfriedhof 6,00 € | Gesamtpreis 18,00 € pro Person
  • Begrenzte Teilnehmerzahl - Teilnahme nur mit Anmeldung möglich
Anmeldung
Hinweise:
  • Die Kirchen- und Friedhofsführung und der Domhof sind barrierefrei. Zugang zur Schlosskapelle über 29 Stufen.
  • Parkplatz an der Orangerie im Schlossgarten am Steinweg
  • Fußweg vom Bahnhof Rheda: ca. 15 Minuten
Informationen für Radfahrer

Radrouten in der Nähe

  • EmsRadweg
  • Europaradweg R1
  • Radroute der Historischen Stadtkerne
  • LandesGartenschau-Route

Adresse: 

Steinweg 2

33378 Rheda-Wiedenbrück