Ibbenbüren Rundkurs 10Der Start des Rundkurses 10 der Radregion Münsterland ist von jedem Punkt aus möglich. Wir starten unsere Rundtour in Ibbenbüren an der Ecke Groner Alle/An der Aa. Unweit unseres Startpunktes sind Parkmöglichkeiten vorhanden, Innenstadt und Bahnhof sind nur wenige Radlängen entfernt.

Der Weg führt Sie entlang der Ibbenbürener Aa stadtauswärts. Das erste Stück radeln Sie auf Waldwegen, dann weiter durch Wiesen und Felder. Genießen Sie die Fahrt durch die idyllische Landschaft mit reizvoller Flora und Fauna. Mit etwas Glück beobachten Sie Silberreiher oder auch, in der passenden Jahreszeit, Zugvögel bei der Rast auf ihrer Wanderung.

Kloster Gravenhorst - Kunst und Kultur im Grünen

Nach etwa 5 Kilometern erreichen Sie das Kloster Gravenhorst. Dieses wurde im 13. Jahrhundert von Ritter Conrad von Brochterbeck als Zisterzienserinnenkloster gegründet. Es erlebte bis zu seiner Auflösung im Jahr 1808 eine wechselvolle Geschichte mit Bränden und Wiederaufbau und Umbau. Im Jahre 1822 kam das Klostergebäude in Privatbesitz. Mit Mitteln des Landes NRW, des Kreises Steinfurt und der Stadt Hörstel wurde es 2004 restauriert und wird heute als Kunsthaus genutzt. Zu der Anlage gehören die Klosterkirche St. Bernhard, eine Klostermühle und das Klostercafe.

Das Kanal-Kreuz am "nassen Dreieck"

Weiter führt Sie unsere Tour Richtung Bevergern. Sie überqueren den Dortmund-Ems-Kanal auf der „Millionenbrücke“. Diese hieß ursprünglich Kaiser-Wilhelm-Brücke, wegen der hohen Baukosten kam der neue Name zustande, die Folgebrücke von 1970 trägt diesen Namen nun auch offiziell. Am „nassen Dreieck“ treffen Dortmund-Ems-Kanal und Mittellandkanal aufeinander. Von der „Red-Box“, einer Installation im Rahmen der „Regionale 2004“ auf der Schleuseninsel, haben Sie einen Panoramablick auf die beiden Wasserstrassen und den dahinterliegenden Teutoburger Wald.

Folgen Sie dem Radweg Richtung Bevergern über den Bergeshöveder Steg, einer unter Denkmalschutz stehenden filigranen Stahlkonstruktion für Radfahrer und Fußgänger zur Querung des Kanals. Über eine malerische Allee, auch „Nonnenpättken“ genannt, erreichen Sie den historischen Ortskern mit den prächtigen Ackerbürgerhäusern und dem Heimatmuseum. Dieses vermittelt einen lebendigen Eindruck von Brauchtum und Leben der früheren Generationen.

Sie verlassen das ehemalige Golddorf und radeln durch die Münsterländer Parklandschaft zum Schloss Surenburg. Dieses gehört zu den kleineren Wasserburgen Westfalens und ist das bedeutendste weltliche Bauwerk des Tecklenburger Landes. Es wird heute noch von den Nachfahren der Familie Heeremann von Zuydtwyck bewohnt. Aus diesem Grund ist eine Besichtigung des Inneren nicht möglich. Aber auch ein Rundgang um die Außengräften bietet reizvolle Ansichten auf die dreiflügelige Schlossanlage mit großer Freitreppe und Schlosskapelle. Die hochstämmigen Alleen und ausgedehnte Forste spenden im Sommer erholsamen Schatten. Auf dem benachbarten Reit- und Fahrsportgelände finden alljährlich hochkarätige Wettkämpfe statt.

Die nächste Etappe unseres Rundkurses führt sie nach Riesenbeck. Das dortige Landmaschinenmuseum liegt direkt an der Route und hat sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklung der Landmaschinentechnik anhand gebrauchsfähiger Arbeitsgeräte und Maschinen darzustellen und bei bestimmten Gelegenheiten auch vorzuführen.

Eine Landschaft zum Träumen entlang des Radwegs

Sie haben nun das wohl landschaftlich schönste Teilstück unseres Rundweges erreicht. Südlich des Radweges verläuft der Dortmund-Ems-Kanal, bereits seit 1899 eine wichtige Verbindung zwischen Ruhrgebiet und Nordsee. Im Norden begleitet Sie der Teutoburger Wald mit dem Hermannsweg. Die Flächen dazwischen werden landwirtschaftlich genutzt und somit ergibt sich, je nach Jahreszeit, ein interessantes Farbenspiel.

An der Grenze Riesenbecks, bereits wieder auf Ibbenbürener Boden, befindet sich der Naturerlebnispark Dörenthe/NaturaGart. Hier sollten Sie auf jeden Fall eine Pause einlegen. Auf dem Gelände eines ehemaligen Gutshofes entstand im Laufe der Jahre ein beliebtes Ausflugsziel mit ca. 40 000 qm großem Seengebiet, Gartenlandschaft und Unterwasserpark. Zahlreiche Inseln, ein Gewirr von Wasserwegen, Seerosenteiche und großflächige Pflanzungen laden zum Spaziergang ein. Bis zu 1,5m lange Störe und, mit etwas Glück, seltene Eisvögel lassen sich hier beobachten. Schauen Sie den Tauchern bei ihren Tauchgängen zu oder genießen Sie Kaffee und Kuchen im Cafe Seerose.

Hoch hinaus zu den Dörenther Klippen

Nun kommt die größte Herausforderung der Tour: Die Dörenther Klippen. Aber keine Angst, die Steigung ist kurz und mit etwas Kondition radelnd zu schaffen. Von dem Wanderparkplatz an der Münsterstrasse können Sie den Fernwanderweg Hermannsweg erreichen. Dieser führt von Rheine bis nach Horn-Bad Meinberg. Ein Abstecher von Ihrer Tour lohnt sich zum „Hockenden Weib“, der Sage nach eine zu Stein erstarrte Mutter, die ihre Kinder vor den Fluten des Meeres rettete und heute als markanter Felsen von weitem zu sehen ist. Unweit dieser Formation lädt die „Almhütte“ zum Verweilen ein.

Vorbei an der Freizeitanlage Sommerrodelbahn geht es nun wieder bergab. Wenn Sie mit Kindern unterwegs sind, werden diese hier eine Pause machen wollen. Einer Fahrt mit dem Schlitten auf der Sommerrodelbahn kann keiner widerstehen. Diese Rodelbahn und der dazugehörige Märchenwald gehören schon seit über 85 Jahren zu den beliebtesten Ausflugszielen in NRW.

Gemütlich radeln Sie durch Felder und Wiesen zurück zu Ihrem Ausgangspunkt an der Groner Allee in Ibbenbüren. Auf Ihrer Tour haben Sie die Vielfältigkeit des Tecklenburger Landes kennengelernt. Um den Tag abzurunden, sollten Sie einen Abstecher in nahegelegene Innenstadt von Ibbenbüren machen. Erleben Sie nach der ländlichen Idylle eine lebendige Innenstadt, geprägt von Fachwerk und Sandstein. Kehren Sie in eines der zahlreichen Straßencafes ein und lassen die Eindrücke auf sich wirken.